Veloclub Corona Weiden e.V.

Großer Preis der Gemeinde Strullendorf – Corona jubelt im Ziel

01.07.2018

Am Sonntag, den 1. Juli 2018 war es wieder einmal soweit, die Concordia Strullendorf hatte zum traditionsreichen Großen Preis der Gemeinde Strullendorf anlässlich der Kirchweih eingeladen. Ja, so ein wunderschönes, anachronistisches Kriterium „rund um den Kirchturm“. Zwei lange Geraden, vier 90° Kurven als immer wiederkehrende Mutproben und alle 5 Runden Sprint, damit es nicht langweilig wird und die Wadeln am Brennen bleiben.
Rainer durfte mit den alte Herren von 50 Jahren aufwärts 40mal um den Block rasen. Aber was heißt hier alte Herren, das Feld war mit Meistern ihres Faches, ex Bayerischen und Deutschen Meistern gespickt. Entsprechend wurde von Start weg brutal am Rohr gezogen. Am Start noch in der vordersten Reihe, war Rainer nach einer Runde bereits ans Ende des Feldes verwiesen worden. So konnte es nicht weiter gehen, da so unter Garantie der Abgang einer Gruppe verpasst werden würde. Mit Verbrennen einiger Körner konnte sich Rainer in den nächsten Runden wieder vorne im Feld platzieren, nur um dann in der ersten Sprintwertung seine Grenzen schonungslos aufgezeigt zu bekommen. Wie schon in der gesamten Saison wollten die Beine einfach nicht so schnell wie der Kopf. Na dann, wenigsten immer schnell hinter den Sprintern her und Ausreissversuche ohne ihn unterbinden!
So ging das nun von Wertung zu Wertung, außer Spesen nichts gewesen. In der zweiten Rennhälfte schienen einige Hauptprotagonisten etwas nachzulassen und so versuchte nun Rainer seinerseits zweimal eine Ausreißertruppe zu organisieren, wurde aber nie entscheidend weggelassen. Nach dem vorletzten Wertungssprint waren die Sprinter dann kurze Zeit wohl etwas desorientiert, Rainer konnte mit einem sehr beherzten Antritt auf einen einzelnen Ausreisser aufspringen. Die Lücke zum Feld war da, Rainer überholte den Versprengten unter Zurufen „Vollgas!!!“. Es folgten zwei Runden Paarzeitfahren, dann konnte der Kollege das Hinterrad nicht mehr halten und Rainer dachte nur noch „Rübe runter und alles geben, es sind ja nur noch 3 Runde“. Wie immer in so einem Fall, wenn ein einzelner Verrückter dem jagenden Feld voranfährt, feuerte das zahlreiche Publikum Rainer frenetisch an. Nach schier endlosen 3 km endlich eingebogen in die Zielgerade, zeigte ein letzter Blick durch die Beine immer noch einen Respektabstand der Verfolger. Rainer konnte es „entspannt“ in Freudenpose über die Ziellinie ausrollen lassen, die schönste aller Arten das Ziel zu erreichen?
Ein bisschen Prosa darf schon sein. Mit den 10 Punkten der Zielwertung reichte es am Ende zum 4. Platz.


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