Veloclub Corona Weiden e.V.

Kräftemessen mit Top-Triathleten - Zeitfahren im Hirschbachtal

28.05.2011

Nachdem die Premiere des Einzelzeitfahrens im Hirschbachtal 2010 sehr gut angekommen war, gelang es Michael Krell in diesem Jahr einige Asse der Triathlonszene für sein Zeitfahren zu gewinnen. So standen mit Ulrike Schwalbe (ehemalige Duathlonweltmeisterin, Team Scrane), Faris Al-Sultan und Kristin Möller, beide vom Tri-Team Abu-Dhabi, einige wohlklingende Namen auf der Starterliste. Das ließ die Zahl der gemeldeten Starter auf über 130 klettern. Es stellte sich die Frage, wie schnell die angereisten Coronas im Vergleich zu den Profis fahren konnten…
Die Strecke war eine einfache Wendestrecke; zunächst ging es 10 km mit Rückenwind ganz leicht bergauf, es waren drei Ortsdurchfahrten mit einigen Vollgaskurven zu fahren, dann ging's wieder 10 km zurück. Adelheid wurde mit Startnummer 103 in's Rennen geschickt, Rainer anderthalb Minuten später. Die Geschwindigkeitsmessung in einer Ortsdurchfahrt aufwärts blinkte Adelheid mit einer 46 und einem Smiley entgegen - Adelheid lächelte zurück, es lief also super! Noch weit vor der Wende kam ihr Ulrike Schwalbe mit der vor ihr gestarteten Kristin Möller im Schlepptau entgegen. Das ließ Adelheids Hoffnungen auf einen Sieg schwinden, denn sie ging davon aus, daß die beiden nur 1,5 Minuten vor ihr in's Rennen gegangen waren. Trotzdem kämpfte sie verbissen gegen den Wind an - kampflos darf man nicht aufgeben. Kurz nach der Wende kam ihr Rainer schweißüberströmt entgegen. In der zweiten Hälfte konnte Adelheid ihr Tempo hoch halten, wurde jedoch dreimal von Ausflüglern mit ihren Autos behindert und büßte wertvolle Sekunden ein. Der konstante, mitunter sogar heftige Gegenwind auf dem Rückweg, machte die Angelegenheit "hinten raus" wesentlich schmerzvoller als im Vorjahr. Rainer gelang es ebenfalls nicht, einen der vor ihm gestarteten zu überholen. Kaputt fuhr Adelheid über die Ziellinie, kurz darauf flog Rainer ebenfalls in's Ziel.
Die Zeitmessung sprach jedoch eine andere Sprache, mit 27:13 auf die 20 km konnte Adelheid die Damenkonkurrenz vor Ulrike Schwalbe und Ulrike Hofmann klar für sich entscheiden. Einfach typisch für unsere hypernervöse Adelheid, sie hatte die Startnummern ihrer härtesten Konkurrentinnen falsch gelesen. B ei den Männern hätte es zum 15. Rang gelangt mit nur 15 Sekunden Rückstand auf Faris Al-Sultan. Eigentlich schade, ohne die lahmen Autofahrer auf der Strecke hätte es vielleicht gelangt Faris zu "chicken". Ob sich solche eine Gelegenheit jemals wieder ergibt? Rainer wurde 41., und landete damit noch im ersten Drittel der Starter. Glücklich fuhren die beiden noch eine Trainingsrunde in der schönen Gegend.


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