Veloclub Corona Weiden e.V.

Deutsche Meisterschaften im Einzelzeitfahren der Elite-Frauen 2011

24.06.2011

Am 24.06.2011 wurden die Deutschen Meisterschaften im Einzelzeitfahren in Neuwied am Rhein ausgetragen. Am Start waren alle, die im deutschen Frauenradsport Rang und Namen haben, von den etablierten Profis aus den internationalen Rennställen bis zu den jungen Wilden aus der Radbundesliga. Rainer begleitete Adelheid, die die Fahnen des VC Corona hochhalten wollte, nach Neuwied und traf in gewohnt perfekter Manier sämtliche Rennvorbereitungen.
Adelheid sollte um 12.06 Uhr als siebente in's Rennen starten. Auf dem Weg zur Materialabnahme 15 Minuten vor dem Start, begann es bereits leicht zu nieseln. Was dann folgte, kam Adelheid wie ein Déjà-vu von der letztjährigen Deutschen Zeitfahrmeisterschaft vor: der Himmel öffnete die Schleusen und es goß wie aus Kübeln - pünktlich ab 12 Uhr. Adelheid, die schon auf der Startrampe patschnaß wurde, "schwamm" beherzt um die ersten Kurven auf die B42 Richtung Bad Hönningen. Durch das stehende Wasser war der Straßenbelag teils nicht mehr zu erkennen und Adelheid rockerte bei vollem Tempo durch ein Schlagloch. Danach war ein rhythmisches "wosch, wosch, wosch" aus Richtung Vorderrad zu hören und irgendwie ging's nicht mehr richtig voran. Ein Platten? Am besten gleich zurück zum Start schieben? Zum Glück hatte sich nur die Bremse verstellt und kratzte den Wasserschwall vom Vorderrad. Also Bremse auf und weiter! Irgendwie schleifte es immer noch, was aber durch mehrmaliges Bremsen noch auf dem nächsten Kilometer behoben werden konnte.
Toll war, wie so viele Zuschauer trotz Sauwetters vom Straßenrand aus lauthals anfeuerten. An der Wende nach 14 km hatte Adelheid eine neue Bestzeit aufgestellt. Vorsichtig tastete sie sich in die Abfahrt und raste dann auf dem leicht welligen Terrain zurück Richtung Ziel. Es nieselte nur noch leicht und der Rückenwind half kräftig mit.
Im Ziel galt es, eine halbe Ewigkeit auf dem "heißen Stuhl" zu schmoren. Immer wieder wurden die drei aktuellen Zwischenbestzeiten durchgesagt und noch oft hörte man "VC Corona Weiden 1902 e.V.". So konnte Adelheid den klammen Zeitfahranzug in der mittlerweile wieder strahlenden Sonne trocknen, die Wärme genießen und die Favoritinnen starten sehen. Die zehn Besten des Vorjahres hatten an der Wende alle bessere Zeiten als Adelheid. Nun hieß es bangen… Da kamen schon die letzten Zieleinläufe, einmal sogar im Dreierpack, da Hanka Kupfernagel die vor ihr gestartete Claudia Häusler eingeholt hatte.
Letztendlich wurde Adelheid achte. Ihre Fahrzeit reichte, um die Bundesligawertung klar zu gewinnen. So durfte sie sich auf der großen Bühne, auf der später die Tagesschnellsten Judith Arndt, Charlotte Becker und Ina-Yoko Teutenberg geehrt wurden, am Applaus der Zuschauer erfreuen.


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