Veloclub Corona Weiden e.V.

Deutsche Meisterschaft im Einzelzeitfahren Frauen Elite 2012

22.06.2012

In diesem Jahr wurde die Deutsche Meisterschaft im Einzelzeitfahren vom RV Zwenkau 1890 e.V. ausgerichtet. Das Ergebnis sollte in die Olympianominierung einfließen, so daß alle Starterinnen hochmotiviert waren und fleißig trainiert hatten. Die Veranstalter organisierten eine „Hochgeschwindigkeitsstrecke“ mit 34 Kilometern Vollsperrung auf einer Bundesstraße und einem Autobahnzubringer – ein wahrgewordener Traum für die Zeitfahrspezialistin des VC Corona Weiden, Adelheid Schütz. Ebenso erstklassig war auch die Organisation rund um die Rennen und sogar die Sonne strahlte bei windigen 22°C. Was kann da schon schiefgehen? Zum Beispiel, daß man vor Aufregung an der Startrampe aus dem Klickpedal rutscht…. Diese Schrecksekunde half Schütz jedoch, sofort hellwach in das Rennen zu starten und einen Sturz, wie ihn Hanka Kupfernagel später erleben mußte, zu verhindern.

Die ersten Rennkilometer verliefen wie im Fluge. Ein Blick auf den Tacho verriet Geschwindigkeiten jenseits der 50 km/h, d.h. es herrschte kräftiger Rückenwind und man sollte sich Kraft für den Rückweg aufheben. Gut einen Kilometer vor der Wende gelang es Schütz, die eine Minute vor ihr gestartete Madeleine Sandig zu überholen. An der Wende unterbot Schütz die bisherige beste Zwischenzeit um eine Minute. Trainer und Renningenieur Rainer Völkl jubelte im Start/Zielbereich, als er dies hörte. Im kurvigen Wendeparcour überholte Sandig zurück, so daß Schütz von ihr die perfekte Linie durch eben diese Kurven gezeigt bekam. Nach der Wende konnte Schütz Sandig wieder überholen und im darauffolgenden Streckenabschnitt noch Elke Gebhardt und Mieke Kröger auffahren. Spätestens dann war ihr klar, daß sie schnell unterwegs war. Auf den letzten Kilometern trat sie dann wie im seligen Trance in die Pedale, dann kam die 1000 m-Marke – jetzt noch einmal alles geben und dann glücklich nach 45 Minuten und 38 Sekunden über die Ziellinie sprinten. Erwartungsgemäß stellte Schütz damit eine neue Bestzeit im Ziel auf, die noch ein paar Minuten Bestand haben sollte.

Dieser „Husarenritt“ reichte für einen fünften Platz, nur eine Sekunde langsamer als die Ex-Meisterin Charlotte Becker (Platz vier), 18 Sekunden langsamer als Ina-Yoko Teutenberg (Platz drei), 24 Sekunden langsamer als Ex-Meisterin Trixi Worrack (Platz zwei) und nur 1 Minute und 9 Sekunden hinter der Weltmeisterin Judith Arndt (Sieg). Die Bundesligawertung gewann Adelheid mit einem riesigen Vorsprung. Dies war ein wirklich gelungener Saisonhöhepunkt.

weitere Infos: http://www.radsport-news.com/sport/sportnews_75767.htm
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