OTV Cup - Cross Country in Velden

 

Velden (zmr) Das Sportlerpaar Stengel/Zimmermann feierte am Sonntag beim OTV-MTB-Cup einen Doppelerfolg und sicherte sich damit vorzeitig den Gesamtsieg der diesjährigen Austragung. Ralph Zimmermann gewann als Tagesschnellster die Männerkonkurrenz, Lebenspartnerin Andrea Stengel legte bei den Damen nach und siegte überlegen. Die Juniorinnen dominierte die Ambergerin Miriam Besold vor der stark fahrenden Corona Fahrerin Birgit Putzenlechner. Ebenfalls jubelte aus Corona Sicht Philipp Bonkoss auf dem Treppchen. In der U 15 wurde er starker Dritter.

 

Eine sehr ruppige 3,5 Kilometer lange Strecke hatten die Veranstalter ausgesteckt. Die schnellen Wurzelpassagen sorgten für einige Reifendefekte und gestauchte Laufräder. So auch bei Simon Putzenlechner, der aussichtsreich im Rennen liegend leider aufgeben musste. Besser machte es sein jüngerer Vereinskollege Philipp Bonkoss. Als starker Techniker und auf bestem Material unterwegs hatte er an dem schweren Parcours sichtlich Spaß und glänzte auf den zwei Runden mit einem Toprang unter seinen Alterskollegen.

Birgit Putzenlechner war sich vor dem Rennen gar nicht sicher, ob sie heute gut abschneiden könnte. Zu sehr machte sie sich im Vorfeld Gedanken über die starke Konkurrenz, was sich aber als unbegründet herausstellte. Souverän drehte sie ihre vier Runden und etablierte sich erneut in der Oberpfälzer Radsportspitze. Platz zwei war ihr Lohn für die Schinderei.

 

Andrea Stengel machte den „Sack“ um die Gesamtwertung zu. Mit einer technisch ausbaufähigen Leistung aber im konditionellen Bereich überlegen, lies sie über die komplette Distanz keine Zweifel aufkommen. „Ich bin in einer Kurve gestürzt und habe sehr lange gebraucht, bis ich die Kette wieder aufs Kettenblatt bekommen habe.“ Trotzdem bewies sie Kämpferherz und fuhr mit kraftvollem Tritt einen ungefährdeten Sieg nach Hause.

 

Sehr überraschend gewann auch Ralph Zimmermann. Nach mäßigem Ergebnis in Lauf konnte er es dieses Mal überzeugen. „Die letzten beiden Wochen liefen im Training fast optimal. Das macht sich halt dann im Rennen bemerkbar.“ Allerdings hatte er auch gehörig Glück. In der dreiköpfigen Spitzengruppe stürzte Michael Hendl aus Schnaittach und riss ihn fast mit zu Boden. Mit letzter Mühe umkurvt er den vor ihm liegenden Biker und hatte dann auf den letzten beiden von sechs Runden keine Mühe mehr, den starken Sascha Schraml auf Distanz zu halten. Gleichzeitig bedeutet sein zweiter Sieg in diesem Jahr, dass ihm die Gesamtwertung nun beim letzten Lauf in Wunsiedel nicht mehr genommen werden kann.